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In Reaktion auf eine Welle terroristischer Anschläge in Europa, die auch Deutschland getroffen hat, werden zurzeit Maßnahmen zur Prävention Islamistischer Radikalisierung gezielt staatlich gefördert. Nur zu sieben dieser Projekte liegen derzeit öffentlich zugängliche Evaluationsberichte vor. Diese Befunde lassen kaum belastbare Rückschlüsse darüber zu, ob die evaluierten Maßnahmen Radikalisierung verhindern, begünstigen oder wirkungslos bleiben. Stattdessen beschreiben die Evaluationen einzelne Merkmale der Maßnahmen (z.B. Auflistung der im Projektverlauf erbrachten Leistungen und Tätigkeiten) oder berichten über die Zufriedenheit der Teilnehmer. Überwiegend sind diese Erkenntnisse kaum verallgemeinerbar und können daher auch nur in geringem Maße als Erfahrungswissen für andere und zukünftige Maßnahmen dienen. Einige der evaluierten Maßnahmen basieren auf Theorien über die Ursachen von Radikalisierung, sodass deren Wirksamkeit und Verallgemeinerbarkeit immerhin theoretisch begründet ist. Es gibt nachvollziehbare praktische und methodische Gründe für den Mangel an empirischen Daten über die Effekte der Islamismusprävention, die in Zukunft adressiert werden können. Es ist sowohl im politischen als auch im öffentlichen Interesse, wenn die Ziele der Islamismusprävention hinreichend konkret, transparent und überprüfbar sind.

 

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